Über mich
Ich bin Nadelmalerin. Die KI ordnete mich vor kurzem als Tatoostudio ein. Dem ist nicht so. Tatsächlich ist die Technik nicht sehr bekannt.
Im Jahr 2000, mit 49 Jahren flog es mich an, nachdem ich berufsunfähig wurde. Ich war Gymnasiallehrerin an einer Gesamtschule und das sehr gern. In Weimar hatte ich gestickte Bilder einer Frau, die sich Sophia nannte, gesehen, thematisch und stilistisch nicht mein Fall. Aber ich versuchte es, anders.
Ich stickte Kunstpostkarten in kleinen Formaten nach. Dann wurde ich ermutigt, eigene Entwürfe zu machen. Und plötzlich purzelten die Bilder aus meinem Kopf, dass ich gar nicht hinterherkam. Ich bin in vielem schnell, oft zu schnell. Nadelmalerei dauert lange. Ich tat also genau das Gegenteil von dem, was ich gewohnt war.
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Einige Jahre später stellte ich die ersten Arbeiten aus, in der Kirche von Timmerlah, einem Vorort von Braunschweig, später u.a. in Wolfenbüttel auf dem Kirchencampus, in Königslutter und kleinen Galerien in Braunschweig. Ich durfte ein kleines Praktikum in der Paramentenwerkstatt machen, wo ich erlebte, was wahre Meisterinnen in der Stickkunst leisteten.
Zu Beginn standen thematisch z.B. die griechische Mythologie im Vordergrund, Themen persönlichen Erlebens, aber auch Heinrich der Löwe im Mittelpunkt. Ich begann, zusätzlich zur Nadelmalerei mit Acrylfarben und diversen anderen Materialien zu experimentieren.
Ab 2010 begann ich, angeregt durch das Singen in der Frauenschola „Lux Vivens“ in Braunschweig-Riddagshausen, Arbeiten zu Gedichten und zur Musik von Hildegard von Bingen anzufertigen. Die Verbindung von Text, Bild und Musik war eine wunderbare Erweiterung für mich als Musikerin. Ich durfte meine Arbeiten zu den Kompositionen von Hildegard von Bingen auch in direkter Kombination mit dem Gesang der Frauenschola zeigen. Dann traten die ersten Enkelkinder in mein Leben und ich beschenkte diese mit Bildern und Texten.
2023, unter dem Eindruck der Klimakrise, begann ich wieder verstärkt mit Arbeiten zu anderen Themen. Ich veränderte den Stil und die Materialien, bleibe aber der Nadelmalerei grundsätzlich verbunden.
Der Traum von heiler Welt und Klimakatastrophe
Nadelmalerei, kombiniert mit Acrylfarben und diversen Materialien (Mosaiksteine, Kunstperlen, Glasscherben)
Anmerkungen zu den Bildern in der Ausstellung „Der innere Blick“ in der Familienbildungsstätte auf dem Kirchencampus in Wolfenbüttel, Dietrich- Bonhoeffer-Straße 1
Ab 17. August 2026 bis Dezember 2026
Allgemein: Die Bilder folgen thematisch u.a. dem Regenbogen aus der Sintflut und den Kapiteln 21ff aus der Offenbarung des Johannes. In der Geschichte von der Sintflut wird der Bund zwischen Gott und den Menschen geschildert, die ich als Aufforderung zum umsichtigen Umgang mit der Natur verstehe. Während die Erzählung vom Regenbogen vielen Kindern (und Erwachsenen) bekannt ist, ist der Text der Offenbarung (Apokalypse) in den meisten Teilen verstörend, auch für Erwachsene. Er wurde in Zeiten der Christenverfolgungen verfasst. Die Wirkungsgeschichte ist aus meiner Sicht sehr widersprüchlich, wurde der Text doch auch als Grundlage für Vorstellungen der Hölle und der Verdammnis Andersgläubiger genutzt. Die tröstlichen Elemente in den letzten Kapiteln werden in Predigten und Ansprachen zitiert bzw. ausgelegt und sind Anregungen für meine Arbeiten.
Ausstellung: Der innere Blick
Der Traum von heiler Welt und Klimakatastrophe
Nadelmalerei, kombiniert mit Acrylfarben und diversen Materialien (Mosaiksteine, Kunstperlen, Glasscherben)
Anmerkungen zu den Bildern in der Ausstellung „Der innere Blick“ in der Familienbildungsstätte auf dem Kirchencampus in Wolfenbüttel, Dietrich- Bonhoeffer-Straße 1
Ab 17. August 2026 bis Dezember 2026
Allgemein: Die Bilder folgen thematisch u.a. dem Regenbogen aus der Sintflut und den Kapiteln 21ff aus der Offenbarung des Johannes. In der Geschichte von der Sintflut wird der Bund zwischen Gott und den Menschen geschildert, die ich als Aufforderung zum umsichtigen Umgang mit der Natur verstehe. Während die Erzählung vom Regenbogen vielen Kindern (und Erwachsenen) bekannt ist, ist der Text der Offenbarung (Apokalypse) in den meisten Teilen verstörend, auch für Erwachsene. Er wurde in Zeiten der Christenverfolgungen verfasst. Die Wirkungsgeschichte ist aus meiner Sicht sehr widersprüchlich, wurde der Text doch auch als Grundlage für Vorstellungen der Hölle und der Verdammnis Andersgläubiger genutzt. Die tröstlichen Elemente in den letzten Kapiteln werden in Predigten und Ansprachen zitiert bzw. ausgelegt und sind Anregungen für meine Arbeiten.
In den letzten Kapiteln der Offenbarung des Johannes (Apokalypse) wird eine hoffnungsvolle Zukunft gemalt. Elemente dieser Verheißung werden in Nadelmalerei und Mosaiken verarbeitet.
Der Regenbogen ist in der Erzählung der Sintflut ein Zeichen des Bundes von Gott und den Menschen; Katastrophen wie die Sintflut sollen nicht mehr stattfinden. Aus Sicht von Erdmute Trustorff sind die Menschen dabei, einseitig diesen Bund zu brechen. Die jetzigen Brandkatastrophen sind eine Warnung vor den Konsequenzen, das Thema aktueller denn je.
Erdmute Trustorff fertigt seit 2000 Stickbilder in Kombination mit Acrylfarben und anderen Materialien (u.a. Mosaiksteine, Kunstperlen).
Die Bilder sind auf verschiedenen Stoffen mit unterschiedlichen Techniken gefertigt. Sie wurden in mehreren Kirchen und Galerien, u.a. auch auf dem Kirchencampus der Braunschweigischen Landeskirche gezeigt; dabei oft in Kombination mit Musik únd Dichtung von Hildegard von Bingen, gesungen von der Frauenschola „Lux Vivens“ aus Braunschweig-Riddagshausen, unter der Leitung von Hans-Dieter Karras und Eva-Maria Karras.
Erdmute Trustorff, geboren 1950, war gerne Lehrerin für Religion und Geschichte und ist aktive Musikerin.